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Das Tramperprojekt

Per Anhalter fahren ist total einfach: Hinstellen, Daumen raus, möglichst charmant lächeln und auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Normalerweise.

Beim Extremtramperprojekt allerdings geht es um mehr - nämlich auf unterschiedliche Arten per Anhalter zu fahren, wie sie teilweise weltweit einzigartig sind. Die besonderen Herausforderungen und Regeln der einzelnen Reisen haben es stets in sich: Immer wieder teils härteste Beanspruchungen, immer wieder ist maximales Improvisationstalent gefordert.

Bislang hat es der Tramper immer noch bis ans Ziel geschafft. Bislang jedenfalls...

Endspurt

Verfasst von Dfer Tramper am 30 November 2011

Auf zur letzten Etappe!

Okay, Sportsfreunde. Es ist soweit: Wir sitzen im Fahrerhaus der Blanca und sind auf dem Weg nach Hamburg. Irgendwie komisch, dass es heute Mittag an den Landungsbr├╝cken enden soll; zumal ich mit Ralph einen gro├čartigen Reisepartner gefunden habe. Aber wie auch immer - Hamburch, wir kommen!


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Der Grabj├Ąger

Verfasst von Der Tramper am 28 November 2011

Unterwegs mit einem Gravehunter...

 

...war ich bislang auch noch nicht. Funky Ralph: Der Bursche ist so eine Art Grabj├Ąger. Genau genommen macht er Fotos von Gr├Ąbern alliierter Soldaten, die in Deutschland gestorben sind und stellt sie Angeh├Ârigen aus aller Welt zur Verf├╝gung, die nicht an die Grabst├Ątten ihrer verstorbenen Gro├čv├Ąter reisen k├Ânnen.

Auf dem Weg nach Bremen haben wir an zwei Soldatenfriedh├Âfen gehalten, recherchiert, fotografiert. Wir sind inzwischen in Bremen bei Irmgard und Eberhard (Ja, genau DIE beiden, die mich w├Ąhrend der Schifftramperreportage bereits auf ihrem Boot mitgenommen haben) untergekommen. Morgen werden wir wohl einen Tag pausieren m├╝ssen, damit wir einige Dinge erledigen k├Ânnen.┬á Daf├╝r bringt Ralph mich Mittwoch direkt auf die Landungsbr├╝cken nach Hamburg, wo das offizielle Ziel der Reise sein soll. Yeah!


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Hier wird es grad dynamisch

Verfasst von Der Tramper am 27 November 2011

Merkw├╝rdige Dinge tun sich hier in Hannover.

Bin in Hannover im schr├Ągsten Hostel der Welt untergekommen. Und nicht nur das: Au├čer mir ist der einzige Gast der Canadier Ralph, der auf der Suche nach Soldatengr├Ąbern in Deutschland ist. Kurzum ÔÇô Ralph wird mich morgen bis nach Bremen und vielleicht auch noch bis nach Hamburg fahren.Einfach so. Weil er Bock drauf hat.

Doch gerade schneien auch noch Lizzy und Charles herein. Die beiden haben an einer Hitchhike-Competition in England teilgenommen und sind innerhalb von 36 Stunden bis nach Hannover gekommen. Lagebesprechung im schr├Ągsten Hostel der Welt unter Profi-Trampern. Ich habe in Ralph ├╝brigens meinen Meister gefunden. Der Bursche hat mit mir auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover B├╝cher verkauft. Nein. ER hat sie verkauft. Sechs St├╝ck in wenigen Minuten. Bin gespannt auf die Reise mit diesem durchgeknallten BurschenÔÇŽ.

 


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Nachtgedanken eines Trampers

Verfasst von Der Tramper am 26 November 2011

40 Entscheidungen am Tag

Ich bin ├╝berraschend in einer kleinen Pension f├╝r kleines Geld untergekommen. Beruhigend. F├╝r die weitere Fahrt morgen ist noch alles offen.

Eines f├Ąllt mir bei den Tramper-Reisen immer wieder auf: Du wei├čt nicht, was kommt, Du musste etliche Male am Tag improvisieren. Du f├Ąllst 40 Entscheidungen am Tag, die ├╝ber Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Beides reicht sich meist im Wechsel die Hand.

Wie oft ich bereits die falsche Entscheidung getroffen haben, wei├č ich nicht. Wie oft ich die richtige Entscheidungen getroffen habe, wei├č ich auch nicht immer so genau. Aber eines wei├č ich: es geht immer weiter. Wenn man will. Auch, wenn die Verzweiflung mitunter gro├č ist. Es gibt immer gute Menschen, die es zu treffen gilt und die einem helfen.

Fazit: Mit einem Messer im R├╝cken geht man noch lange nicht nach Hause!

Gute Nacht. Heute war heute, morgen wird morgen.


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In Kassel nix neues

Verfasst von Der Tramper am 26 November 2011

Der kleine Tramper m├Âchte aus dem Kasselparadies abgeholt werden!

Tja, was soll ich sagen: Die Gl├╝cksstr├Ąhne scheint heute ein j├Ąhes Ende zu finden. Ich wei├č gar nicht, wo ich heute noch NICHT nach einem Fahrer gefahndet habe. Allerdings ohne jeden Erfolg - die Blanca steht sich die Reifen eckig und ich habe keinbe Ahnung, wen ich hier in Kassel noch anrufen k├Ânnte. Die einschl├Ągigen Skater- und Snowbordl├Ąden habe ich bereits pers├Ânlich abgeklappert, ebenso etliche Motorradh├Ąndler und in gef├╝hlt vierhundert Cafes nachgefragt, ob jemand jemanden kennt, der jemanden kennen k├Ânnte, der mit mir nach Hannover f├Ąhrt.

Eines ist auf jeden Fall heute bereits klar: Ape-Tramper ist die aufreibendste und anstregendste Reise der Tramper-Serie. Jeden Tag mindestens 15 Stunden auf den Beinen, dauernd Fahrer organisieren, dann Geld f├╝r Sprit und Unterkunft auftreiben.

Das angestrebte Ziel, von M├╝nchen nach Hamburg in zehn Tagen zu kommen ist jedenfalls mindestens so weit von mir entfernt wie ein Polarforscher von ├ťbergangsjacken.

Ich sch├Ątze mal, ich werde heute in Kassel bleiben und mir gleich eine Unterkunft organisieren m├╝ssen. Wie auch immer.



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Versprochen ist versprochen

Verfasst von Der Tramper am 26 November 2011

Kassel ist auf jeden Fall cooler, als man glauben mag...

...musste ich vorhin feststellen, als ich mal wieder in die gastronmische Szene der Stadt abtauchte, um einige B├╝cher an den Mann zu bringen - immerhin brauchte ich noch das Spritgeld f├╝r die n├Ąchste Etappe.

Fazit - ich habe tats├Ąchlich ein paar B├╝cher verkaufen k├Ânnen. Und einen nicht zu knapp bemessen lustigen Abend gehabt, verdammte Tat! Hiermit l├Âse ich zwei Versprechen ein, die ich im Laufe des Abend gern gemacht habe:

1. Kassel ist voll von duften und passablen Menschen.

2. In Kassel gibts die sch├Ąrfste Sizilianerin der Welt.

├ťberhaupt ist es - wie ich glaube - mal an der Zeit, mich bei bei Euch allen zu bedanken, die mich auf welche Art auch immer bislang auf der Reise unterst├╝tzt haben. Wie auf den anderen Tramper-Reisen auch habe ich immer wieder gro├čartige Menschen getroffen, die mir weitergeholfen haben, obwohl ich ihnen kaum eine entsprechende Gegenleistung anbieten konnte.

Ihr seid klasse! Alle miteinander.

Und ich kann nur hoffen, dass Ihr das Gute, das Ihr mir habt zukommen lassen, hundertfach wieder im Leben zur├╝ckbekommt!

Ohne Euch w├Ąre ein solches Projekt niemals m├Âglich.

Euer Tramper


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Pension mit Gay Sauna in Kassel

Verfasst von Der Tramper am 25 November 2011

Gut neben dem Bahnhof gestrandet...

Stets f├╝r ein gutes Werk bereit: Hab heut Morgen Carepakete aus einem Kindergarten f├╝r die Malteser abgeholt, die zu Weihnachten in den Balkan geschickt werden sollen. Schlie├člich musst eich ja f├╝r meine ├ťbernachtung deluxe bei den Petersbergern Maltesern noch etwas tun, nicht wahrÔÇŽ Bin mit Frauke, die sich via Mail f├╝r eine Fahrt angeboten hat, heute bis nach Kassel gekommen.

Unterwegs brav f├╝r Speis und Trank in einer B├Ąckerei gearbeitet und vorhin stilecht mit meinen letzten Kr├Âten in der Tasche in einer Pension am Bahnhof eingecheckt ÔÇô Gay-Sauna im Hause inbegriffen.

Nach einer Woche steht mir der Sinn doch mal wieder nach einem warmen Essen. Ich schau mal, ob ich nicht eine Pizzeria finde, in der ich f├╝r ne kleine Salami-Schinken etwas arbeiten kann. Dumm nur: Ich habe f├╝r morgen immer noch keinen Fahrer auftreiben k├Ânnen, der mit mir Richtung Hannover aufbricht. Also: Wer morgen unbedingt von Kassel nach Hannover fahren m├Âchte: Melden. Ich geh dann mal essen. Hoffe ich.

 


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Die Malteser vom Petersberg

Verfasst von Der Tramper am 25 November 2011

Ach ja, die guten Malteser...

bei denen ich heute Nacht gut untergekommen bin. Mit Chris ging es gestern aber mal sowas von spontan gen Fulda, untergekommen bin ich bei den Maltersern auf dem Petersberg. Trampersuite deluxe: Einen ganzen Ausbildungsraum mit Feldbett f├╝r mich allein. Yeah!

Gleich geht es weiter Richtung Kassel, doch vorher muss ich noch f├╝r den guten Zweck einige Wiehnachtspakete f├╝r die Malteser abholen, die gespendet und an Kinder verschickt werden. F├╝r die gute Sache ist man als Tramper schlie├člich immer gern im Einsatz.

Bis sp├Ąter...

 

PS: Bilder kann ich unterwegs nicht immer hochladen, daf├╝r reicht der empfang per umts nicht aufm L├Ąndle. Aber bei fb gibts immer die aktuellen Fotos.


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Go W├╝rzburg

Verfasst von Der Tramper am 23 November 2011

Die Ape und der Flo

Ergebnis nach mehr als 20 Telefonaten, die Dave und Jacob von Reflection Roots in ihren Soziotop gef├╝hrt haben: Mein Fahrer Flo und ich sind unterwegs nach W├╝rzburg. Jungs, danke Euch noch mal f├╝r alles, Ihr seid dufte!

Stand der Dinge: Wir haben so ziemlich genau ausreichend Geld genug f├╝r Benzin dabei. Und gute Laune. Und kalte F├╝├če. Ankunft in W├╝rzburg etwa um acht Uhr. Viel zu sp├Ąt, um sich dann um Unterkunft, Job oder Fahrer f├╝r morgen zu k├╝mmern, aber immerhin weiter nach Norden gekommen.

Flo macht sich ├╝brigens super. "Blanca" und er sind bereits nach wenigen Kilometer sooo miteinander (Mittelfinger ├╝ber Zeigefinger verschr├Ąnkt). ├ťbrigens: Wir haben f├╝r jeden noch so d├Ąmlichen Gem├╝tszustand ein Smilie, lol, fg und was nicht noch alles. Wieso noch nicht f├╝r "sooo miteinander", he?

Ich bitte um baldige Erfindung.


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Guten Morgen, Ingolstadt

Verfasst von Der Tramper am 23 November 2011

Tag zwei der Reise

Hab mich abends in der Szenegastronomie von Ingolstadt nach einer Unterkunft f├╝r die Nacht und einem Fahrer f├╝r heute umgeh├Ârt. Beides trotz redlicher Bem├╝hungen der lieben Leute, die ich getroffen habe, vergeblich. Danke ├╝brigens an dieser Stelle an meinen Verleger, der mir vor Abfahrt einige von meinen B├╝chern - die ich in Zeiten geschrieben habe, als ich noch schlauer als jetzt war ÔÇô hinten in die Ape geworfen hat.

Einige konnte ich an geistig-kulturell interessierte G├Ąste verkaufen und mit so ein winziges Zimmer in einer Pension leisten, die alles verdient hat; nur keinen Stern. (Gemeinschaftsdusche auf dem Flur und der eigentliche Duschraum derart klein, dass man sich vor der T├╝r an- und auskleiden muss) Nu bin ich gespannt, ob sich hier eine gute Seele findet, die mich weiter gen N├╝rnberg oder W├╝rzburg f├Ąhrt. Geld f├╝r Sprit allerdings muss ich erst noch auftreiben.

Bis sp├ĄterÔÇŽ

 

 

 

 


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