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Das Tramperprojekt

Per Anhalter fahren ist total einfach: Hinstellen, Daumen raus, möglichst charmant lächeln und auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Normalerweise.

Beim Extremtramperprojekt allerdings geht es um mehr - nämlich auf unterschiedliche Arten per Anhalter zu fahren, wie sie teilweise weltweit einzigartig sind. Die besonderen Herausforderungen und Regeln der einzelnen Reisen haben es stets in sich: Immer wieder teils härteste Beanspruchungen, immer wieder ist maximales Improvisationstalent gefordert.

Bislang hat es der Tramper immer noch bis ans Ziel geschafft. Bislang jedenfalls...

Tag 8

Verfasst von Der Tramper am 24 August 2010

 

 

 

 

 

Tut mit leid, Ihr Lieben, doch der Empfang lĂ€sst aufm LĂ€ndle dann doch mitunter sehr zu wĂŒnschen ĂŒbrig.

Hier dann mal die Kurzfassung von gestern: Reinhard und ich sind mit seinem ZweispĂ€nner und dem Sulky im Schlepptau durchs wunderschöne Artland gefahren und - man soll es kaum fĂŒr möglich halten - haben sĂ€mtliche Regenwolken umfahren können. Meisterleistung von Reinhard, vollen Respekt!

 

Gegen frĂŒhen Abend sind wir auf den Hof von Otto gerollt. Die beiden haben quasi Übergabe gemacht, kurz drauf war ich untergebracht und bestens versorgt.

Heut morgen haben wir uns ob der unklaren Wetterlage fĂŒr einen Planwagen entschieden; KunststĂŒck, wenn man als Fahrlehrer fĂŒr Kutschen gleich mehrere zur Auswahl hat ;-)

Inzwischen haben wir wohlbehalten Cloppenburg passiert und sind auf dem Weg zu Gottfried, der mich unterbringen und morgen mit dem Planwagen weiterfahren kann.

Ein Hoch auf den Staffellauf, den die Kutschfahrer gerade auf die Beine stellen!


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Tag 7 Abfahrt

Verfasst von Der Tramper am 23 August 2010

Okay, es gilt: Wir riskieren es. Das Wetter scheint sich bescheiden zu halten. Reinhard und ich spannen gleich an, hÀngen meinen Sulky hinter seine Kutsche und fahren Richtung Bevern.

Der erste, der schwimmen muss, hat verloren ;-)


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Tramper im TV

Verfasst von Der Tramper am 23 August 2010

FĂŒr diejenigen, die es verpasst haben:

http://www.sat1nrw.de/Archiv/Tramper-mit-Sulky/441d2306/

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2010/08/16/lokalzeit_dortmund.xml

Nicht zu vergessen das ZDF - kommt aber erst die Tage ;-)


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Tag 7

Verfasst von Der Tramper am 23 August 2010

Großartig! Es gibt ja Schauer. Es gibt auch Nieselregen. Was uns allerdings momentan umgibt, ist ein ausgewachsener, schier nicht enden wollender Landregen, der allenfalls noch durch heftige RegengĂŒsse begleitet wird. Mist.

Wenn sich nicht mal ganz flott etwas tut und zumindest ein Hauch von Blau die schiefergraue Wolkendecke durchbricht, sind wir am Arsch. Tschuldigung. Ist aber so. Denn machen wir uns mal nichts vor: Komplett durchnĂ€sst einige Stunden auf dem Bock zu sitzen ist weder fĂŒr Mensch noch Pferd die große ErfĂŒllung und zieht höchstens unwillkommende Schnupfenattacken mit sich.

Ich schĂ€tze mal, ich nutze die Zeit und werde mir in der nĂ€chsten Apotheke ein neues Mittelchen gegen die inzwischen 46 MĂŒckenstiche besorgen; obwohl - bei dem Dauerregen hier sind die Drecksviecher spĂ€testens in drei Stunden allesamt ersoffen, wo auch immer sie sich versteckt haben mögen, hehe.

Naja, immerhin habe ich gestern bereits ein wenig gearbeitet, die Pferdeboxen entÀpfelt und mal wieder Rasen gemÀht. Zwar nicht mit einem Trecker, aber zumindest mit einem ordentlichen GerÀt...



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Tag 6 Abend

Verfasst von Der Tramper am 22 August 2010

Mannmannman, was fĂŒr eine Tagesetappe! Mit einem VierspĂ€nner ging es heute von Westerkappeln nach Alfhausen. Großartige Spots, großartige Waldwege, großartiges KutschengefĂŒhl. Danke nochmals fĂŒr die großartige Fahrt, meine Lieben!

 

Bin inzwischen in Alfhausen bei Reinhard und seiner Familie an- und untergekommen. Liebe Leute - kein Frage. Musste auch bereits an die SchĂŒppe, StĂ€lle ausmisten und Gras mĂ€hen. Aber so ist nun mal das GeschĂ€ft des Trampers.

So. Es wird langsam unheimlich: Inzwischen scheints, als hĂ€tten die Kutsch- und Sulky-Fahrer in der Gegend eine Art Staffellauf organisiert: Ich weiß tatsĂ€chlich bereits, wie ich morgen von hier weg komme und Reinhard hat  - so wie ich gehört habe - schon einen Bekannten angerufen, der wiederum einen Bekannten angerufen hat und beide bringen mich fĂŒr die Nacht unter und auch am nĂ€chsten Tag weiter und ĂŒberhaupt.

Nicht schlecht. Wenn das so weitergeht, bin ich im Nullkommanix in Oldenburg.

Aber warten wir erst einmal ab; denn wenn das Wetter auch nur andeutungsweise morgen so mies wird wie angekĂŒndigt, werden wir auf gar keinen Fall gegen den Strom in Richtung Norden schwimmen.

Ansonsten geht es halt einen Tag spÀter weiter. Ist mir inzwischen auch egal.

Ich bin total entschleunigt. Gut so.

Und danke Euch allen nochmals fĂŒr die lieben Mails! Freut mich immer wieder ;-)


PS: Lieber Pit aus M:

Du hattest ĂŒbrigens Recht - die Landschaft hier ist tatsĂ€chlich der Knaller und wunderschön...

 


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Tag 6

Verfasst von Der Tramper am 22 August 2010

Moin auch!

Ich bin seit vorhin in einen personifizierten Muskelkater ĂŒbergegangen und spĂŒre Stellen an meinem Körper, von denen ich allenfalls vor Urzeiten einmal etwas gehört habe. So langsam zeigen sich auch die ersten Spuren der letzten Tage? Wochen? Ich verliere zunehmend jedes Zeit- und DistanzgefĂŒhl: Blaue Flecken, AbschĂŒrfungen, MĂŒcken- und Bremsenstiche, Schwielen an Hintern und HĂ€nden.

Selbst an meinen Fußsohlen wĂ€chst langsam eine Hornschicht, an der jeder Hufschmied seine helle Freude hĂ€tte. Man wird den Tieren, mit denen man sich dauernd umgibt, halt doch immer Ă€hnlicher...

Gestern war wohl die bislang lĂ€ngste Etappe: Von Glandorf rund 40 Kilometern nach Westerkappeln. Vollen Respekt noch einmal fĂŒr die beiden Ponys, die trotz der Bergetappen brav und ohne Murren ihren Job gemacht haben.


Allerdings mussten wir an einigen Stellen auch absteigen und schieben - soll heißen: Neun Stunden Fahrzeit insgesamt. Danke an Tina und Kerstin nochmal fĂŒr den klasse Tag mit Euch und die meist landschaftlich phantastische Strecke, die Ihr ausgesucht habt

Ich bin heute Nacht bei guten Menschen in Westerkappeln untergekommen und gleich geht es mit einer Kutsche weiter in Richtung Alfhausen.

Ein Hoch an dieser Stelle an die ganze Sulky- und Kutschenfahrgemeinschaft, die mich so grandios unterstĂŒtzt!

Wie es aussieht, gibt es bereits in Alfhausen eine Übernachtungsmöglichkeit und sogar einen Lift am nĂ€chsten Tag.

Ich sag Euch mal was: Verdammte Tat, es lÀuft...

 


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MĂ€nnerjobs

Verfasst von Der Tramper am 21 August 2010

Okay, Sportsfreunde - es soll niemand behaupten, ich wĂŒrd nicht ordentlich an die Arbeit kommen.

Zeit fĂŒr MĂ€nnerjobs...

Morgen geht es ĂŒbrigens weiter nach Westerkappeln - sofern ich neben dem neuen Schlauch noch einen neuen Reifen in dieser beknackten SondergrĂ¶ĂŸe auftreibe. Den hats nĂ€mlich auch geschrottet.

Kerstin und Michael nehmen mich zwar hart an die Arbeit, doch die beiden sorgen auch mehr als gut fĂŒr mich.

Mehr als das: Nicht nur, dass sie mich morgen mit UnterstĂŒtzung von Tina weiterfahren . sie haben bereits in Westerkappeln jemanden aufgetan, der mic hfĂŒr die Nacht aufnimmt und - ich kanns kaum glauben - am Sonntag weiter Richtung Norden bringt.

Ich sag mal: Menschen mit Ponys sind gute Menschen.

So. Nu aber mal flott ins Bett, es geht frĂŒh los!

PS: Danke Euch allen fĂŒr die lieben Mails! Schön, dass Euch das Sulkytramper-Projekt gefĂ€llt und Ihr am Ball bleibt.

HĂŒa-ho auch!

 


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Tag 5

Verfasst von Der Tramper am 20 August 2010

Geschafft! Wir haben tatsÀchlich bei einem FahrradhÀndler einen passenden Schlauch aufgetrieben. Aber hilft nix, erst muss ich den Sensenmann geben und das ganze Unkraut entlang der ZÀune von Kerstin uns Michael abjÀten. Job ist nun einmal Job.

Morgen werden wir die Fahrt wohl fortsetzen können. Kerstin und Michael bringen mich mit meinem Sulky ĂŒber die gefĂŒrchteten BergpĂ€sse von Glandorf bis vermutlich Westerkappeln.

Wenn also jemand eine Idee hat, wie ich von dort aus weiterkommen oder ĂŒbernachten kann: Bitte melden...


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Mal bist Galopp, mal haste ein "BĂ€ng"

Verfasst von Der Tramper am 20 August 2010

Moin auch!

Es gibt ja Dinge, die einer entspannten Landpartie in nichts nachstehen. Eine beschauliche Fahrt ĂŒber Wald- und Radwege mit Tina und ihrem braven Shetty Joe gehört sicherlich dazu. Genau genommen Idylle pur.


Die allerdings wurde gestern Abend jÀh unterbrochen, als uns der linke Reifen mit einem OhrenbetÀubenden Knall, der nicht nur die Trommelfelle, sondern auch meine Hosenbeine hat schlackern lassen, um die Ohren geflogen ist. Eine Blick reichte: Flicken oder reparieren vollkommen sinnlos.

 


Zum GlĂŒck war Kerstin, die am Ende unserer Etappe in Glandorf hĂ€tte stehen sollten, keine Stunde spĂ€ter mit dem PferdehĂ€nger vor Ort und hat erst Tina und das Pony  zurĂŒckgebracht, dann mich und den Sulky nach Glandorf verfrachtet. Ich hoffe doch, hier einen Fahrrad-oder Mororradladenzu finden, der ErsatzschlĂ€uche hat.

Bilanz heute morgen: Muskelkater an Stellen, die ich kaum noch kannte. Nach der Dusche vorhin etwa 40 MĂŒckenstiche gezĂ€hlt, die ich in den letzten Tagen bei jeder sich bietenden Gelegenheit gesammelt habe.

Egal. Die Laune ist gut. Inzwischen verschwimmt jedes Zeit- und DistanzgefĂŒhl vor mein Augen - die Reise ist Entschleunigung pur.

So. heute ist wohl Werkstatt- und Instandsetzungstag.

Ich besorg dann mal den Schlauch...


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Tag 4

Verfasst von Der Tramper am 19 August 2010

Moin zusammen!

So, ich habe einen Rechner zur VerfĂŒgung bekommen und kann endlich gescheit online gehen.

Nachtrag zu gestern: ZunĂ€chst gings mal kommod mit dem RasenmĂ€her zu Norbert, der mich mit seinem Shetty weitergebracht hat. Moment: RasenmĂ€her? TatsĂ€chlich - es war nix anderes da. Aber ich bin ja nicht wĂ€hlerisch. Selbstredend sind wir nur ĂŒber Forst- und Wirtschaftswege gefahren ;-) ...oder so.

SpĂ€ter gings mit Pony Bob und Nadine weiter, die mich auch bis zum Alexianer-Haus gebracht haben. Nadine ĂŒbrigens auf dem Fahrrad nebenher. Bob ist zwar ein strammes Sulkypony, doch fĂŒr zwei Erwachsene vielleicht doch etwas zu klein geraten. Danke nochmal Euch allen fĂŒr Eure Hilfe.

Hier aber erst einmal die Bilder von gestern:

 

Bin ĂŒbrigens immer noch im Alexianer-Haus und miste die StĂ€lle aus.
Gegen spĂ€ten Mittag kommt mich Tina mit ihrem Pony abholen und bringt mich so in Richtung MĂŒnster und vielleicht etwas weiter.

Bin gespannt. Jetzt aber erst einmal wieder in den Stall zurĂŒck.

Bis spÀter...


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